BTM-MPU

Btm.-MPU (Drogen / Medikamente)

Von den rund 100.000 MPU Gutachten pro Jahr betreffen ca. 30 % Delikte zum Thema Betäubungsmittelgesetz (BtmG). Unter das BtmG fallen die Vergehen mit illegalen Drogen und Medikamentenmissbrauch. Zu diesen medizinisch-psychologische Untersuchungen zählen:

  • Verdacht auf Btm.-Missbrauch bzw. Btm.-Abhängigkeit300x200Kok_Geld
    • Fahrt unter Drogeneinfluss
    • mehrmaliger Drogenkonsum
    • nachgewiesener Konsum harter Drogen
    • Drogen oder Medikamente in Verbindung mit Alkohol
    • Drogen oder Medikamente in Verbindung mit Verkehrsauffälligkeiten
    • Drogen oder Medikamente in Verbindung mit Straftaten

Die “Medizinisch-Psychologische-Untersuchung” aufgrund Drogen- od. Medikamenten wird angeordnet, wenn:

  • eine Fahrt200x300Substitution
    • ab 1,0 ng THC pro ml Blut stattfand und
    • es sich nicht um einmaligen Konsum gehandelt hatte
  • mehr als nur “Probier-Konsum” von Cannabis-Produkten stattfand
  • der Konsum von “Harten Drogen” stattfand
  • Auf Anordnung der Behörde, wenn Verdacht auf Drogenmissbrauch vorliegt
  • Auf Anordnung der Behörde, wenn Verdacht auf Drogenabhängigkeit vorliegt
  • Auf Anordnung der Behörde, wenn Verdacht auf Medikamentenmissbrauch vorliegt
  • Auf Anordnung der Behörde, wenn Verdacht auf Medikamentenabhängigkeit vorliegt

Bei der Btm.-MPU ist es sehr wichtig, von Anfang an mit Fachleuten zusammenzuarbeiten um sofort mit der richtigen Strategie zu beginnen. Persönliche Bedingungen und Hintergründe zu erarbeiten um das Problem auch für die Zukunft im Griff haben zu können. Das ist Voraussetzung für jeden Gutachter – um positiv urteilen zu können.
Abstinenz, nachgewiesen durch anerkannte Belege werden für eine positive Begutachtung benötigt. Ein erfahrener Kraftfahreignungsberater bzw. auch ein in der Beratung versierter Psychologe wird seine Abstinenzempfehlung entsprechend der persönlichen Bedürfnisse des Kunden und seiner Lebensgeschichte orientieren. Anerkannte Abstinenzbelege im Rahmen der “Medizinisch-Psychologischen-Untersuchung” sind in der Regel nur Haaranalysen oder forensische Urinkontrollprogramme. Der Zeitraum beträgt zwölf Monate, in gesondert gelagerten Fällen könnten auch sechs Monate ausreichen. Auch hier kann Ihr MPU Berater Hilfestellung geben.

Im Gespräch bei der Begutachtung steht ein Drodenauffälliger oder jemand mit Medikamentenauffälligkeit  vor den Aufgaben:

  • Wie konnte es zu der Btm.-Fahrt kommen?
  • Bei wiederholten Delikten – Warum kam es erneut zur Auffälligkeit?
  • Warum wurde das Verhalten nicht verändert?
  • Warum soll es jetzt anders laufen?

Es ist wichtig, sich schnellstmöglich nach Verlust der Fahrerlaubnis mit dem Thema der kommenden MPU auseinanderzusetzen. Der schnellste und sicherste Weg zu Ihrem neuen Führerschein gehört zum Aufgabengebiet von ausgebildeten Kraftfahreignungsberatern und Psychologen:

  • Beginn des Abstinenzprogramms
  • Dauer der Abstinenz-Nachweiszeit
  • ambulante oder stationäre Therapie
  • zielgerichtete Nachbetreuung
  • Drogenproblem – wie mit Alkohol umgehen

Wichtig ist es, die Sperrfrist sinnvoll zu nutzen. Viele unserer Kunden kamen mit uns in Kontakt, als ihre Sperre bereits abgelaufen war und sie das Jahr mit nicht zielführenden Vorkehrungen verschwendet hatten. Sofort fachliche Hilfe aufzusuchen kann Ihnen Nerven, Zeit und Geld ersparen.